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" Terrorists - The Kids They Sentenced "

by Lucas Moodysson

The film shows the political riots who took place in Gothenburg in 2001 from a new perspective. It features interviews with those who were convicted where those people gets the first chance after the riots, to tell their side of the story ... " Terrorists - The Kids They Sentenced " (in Swedish: " Terrorister - En Film om dom D ömda " ) is an interesting Swedish documentary that made quite a stir when it came out earlier this year. Stefan Jarl (They Call us Misfits, Decent Life, The Social Contract) and Lukas Moodyson (Show Me Love, Together, Lilja 4-ever) are two of Sweden ' s most well renowned directors. This documentary deals with the riots in Gothenburg during the EU meeting and Geoge W Bush ' s visit in June 2001. What happened after the riots is a unique situation to the Swedish system of justice. Never before has such strict sentences been given for these kinds of law infringements. We bring you this spontaneous and apparently kinda unorganized release, because we think that this is an interesting docume ntary that perhaps will give you another point of view than you find in regular media. 46. Nordische Filmtage Lübeck Plädoyer für die jugendliche Revolte „Terrorists - The Kids They Sentenced“ (S 2003, Stefan Jarl, Lukas Moodysson) Die Proteste gegen den Weltwirtschaftsgipfel 2001 im schwed ischen Göteborg beantworteten die schwedischen Autoritäten mit beispielloser Härte. 700 Demonstranten wurde in einer Schule festgehalten, die ihnen von den örtlichen Behörden als Schlafplatz angeboten worden war. Deutsche Terroristen seien unter den Demonstranten, hieß es von offizieller Seite . Über 400 meist jugendliche Demonstranten wurden in Gewahrsam genommen, die Staatsanwaltschaft forderte in den folgenden Verfahren Haftstrafen bis zu 16 Jahren für einige der Angeklagten. Verhängt wurden 14 Haftstrafen zwischen 12 und 16 Monaten an Jugendliche zwischen 19 und 24 Jahren. Die Fil memacher Lukas Moodysson („Raus aus Amal“, „Zusammen“) und Stefan Jarl fanden über ihre Stellungnahmen in der schwedischen Presse zueinander. Mit „Terrorists“ wollten sie die öffentliche Diskussion anregen. Doch schnell wurde ihnen klar, dass sie den Film ohne finanzielle Unterstützun g würden realisieren müssen. Nach den ersten Aufführungen reagierte die Presse mit scharfer Kritik und bezeichnete die Filmemacher u.a. als schwedische Antwort auf Leni Riefenstahl. Mit einer schnell montierten Sequenz lassen Moodysson und Jarl ihren Film beginnen. Bilder von blutigen Aufstände n, startenden Düsenjets, Polizeigewalt, Tierversuchen, abgeholzten Regenwäldern und Großdemonstrationen gegen die USA und Weltwirtschaftsmächte prasseln auf den Zuschauer ein. Mit „The urge to revolt is one of the basic human emotions“ wird der französische Existenzialist und Moralist Camus zitiert. Die Filmemacher stellen ihr Plädoyer für einen toleranten Umgang mit den jugendlichen Aktivisten an den Anfang ihres Films. „Mit dem Film wollten wir den so genannten Terroristen eine Stimme geben, sie ihre Geschichte erzählen lassen“, erklärt Jarl während seiner Masterclass auf den Nordischen Filmtagen. Die angeblich militanten Terroristen entpuppen sich vor der Kamera als politisch links-orientierte Jugendliche, denen knapp zwei Jahren später der Schock der Verhöre und Behandlung mit Psychopharmaka während des Polizeigewahrsam noch in den Knochen steckt. Sie äußern i hre Angst vor einem globalen, ungezügelten Kapitalismus, der es den Industrienationen erlaubt, in einem Land billig zu produzieren, um in einem anderen teuer zu verkaufen. Moodysson und Jarl unterschneiden die Interviews nur selten mit Fernsehaufzeichnungen und Polizeifilmen. Sie räumen ihren Pro tagonisten ein Maximum an Redezeit ein. Aus 110 Stunden Material stellten sie die Meinungen, Befürchtungen, Zukunftspläne und -ängste der verurteilten Jugendlichen zusammen. Ein „Talking Heads“-Dokumentarfilm, sicher, aber konsequent in seiner Absicht, den Verfemten eine Stimme zu geben. So bleibt die Sequenz am Ende des Films, in der Jarl einen seiner Protagonisten zum Haftantritt begleitet, die einzige für diesen Film gedrehte Nicht-Interview-Szene. Umso größer die Wirkung: Wie an Vaters Statt geht Jarl die letzten Schritte zur Haftanstalt mit, bevor er nicht mehr weiter darf. Das väterliche Verhältnis zu seinem Protagonisten wundert nicht, wenn man weiß, dass Jarls Sohn unter den 700 Demonstranten in der Göteborger Schule war. (dakro) 2003

Duration: 1:26:00, File Size: 560.78 MiB

Language: Other, Subtitle: English

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